Robotik

Robotik © IT-Berufe

Was ist das?

Vielleicht hast du schon mal davon geträumt, einen Roboter zu besitzen, der dir lästige Arbeiten abnimmt? So utopisch ist die Vorstellung gar nicht: In der Fertigungsindustrie sind Automatisierungsprozesse längst Alltag. Die Robotik boomt in der Autoindustrie, aber auch in kleineren Unternehmen werden die Maschinen immer klüger und eigenständiger. In der Pflege gebrechlicher Menschen werden Serviceroboter erprobt, die einfache Aufgaben erledigen. Ob Computerchip, Chirurgie oder Mobilität der Zukunft: Immer sind Roboter gefragt. Und natürlich sind die klugen Maschinen unverzichtbar bei der Erkundung fremder Planeten und unzugänglicher oder gefährlicher Gebiete. Sicher ist: In Zukunft werden Roboter immer komplexere Herausforderungen meistern können. Zu Hause übernehmen Roboter schon jetzt immer häufiger das Staubsaugen oder Rasenmähen. Bald genügt vermutlich ein kleiner Wink – und ein Roboter räumt dein Zimmer auf.

Was macht man da?

Robotertechniker erfinden und programmieren Maschinen, die intelligent genug sind, um selbständig mit der Umwelt zu interagieren. Wird ein Roboter in der Industrie eingesetzt, besteht er oft aus einer Steuerung, einem Roboterarm und einem Werkzeug oder Greifer. Aber Ingenieure entwickeln auch steuerbare mobile, menschenähnliche Roboter auf zwei Beinen, die Treppen steigen und Hindernisse überwinden können. Mit Hilfe von Sensoren nimmt der Roboter Signale aus der Umwelt auf, etwa Licht, Töne oder Berührungen. Besonders anspruchsvoll ist die Programmierung der Maschinen. IT-Spezialisten sorgen dafür, dass ein Roboter immer kompliziertere Arbeitsabläufe verrichten und mit Menschen kooperieren kann. Je stärker Mensch und Roboter zusammenarbeiten, umso wichtiger ist das Thema Sicherheit. Schließlich sollen Roboter uns nicht schaden, sondern nutzen.

Wer arbeitet dort?

Wenn du einen mittleren Schulabschluss hast, kannst du dich in einem Handwerks- oder Industriebetrieb zum Elektroniker Automatisierungstechnik ausbilden lassen. Blockweise besuchst du dabei auch die Berufsschule, für die Theorie. Die Ausbildung selbst dauert dreieinhalb Jahre. In dieser Zeit lernst du, wie Anlagen geplant und konstruiert, verdrahtet und überprüft werden. Da Maschinen in fast allen Industriebereichen computergesteuert sind, braucht man überall Leute wie dich. Robotik kannst du auch an rund einem Dutzend deutscher Universitäten studieren. Voraussetzung: Du hast das Abitur beziehungsweise das Fachabitur – je nach Hochschulform und Zugangsbedingungen des Studiengangs. Die Schwerpunkte unterscheiden sich ein bisschen. Mal konzentriert sich das Studium, wie an der Beuth Hochschule für Technik in Berlin, auf "Humanoide Robotik". Mal studierst du "Robotics, Cognition, Intelligence" wie beim Masterstudiengang an der TU München.

Wie kommt man dahin?

In der Robotik arbeiten Ingenieure der Fachrichtungen Mechatronik, Elektrotechnik, Maschinenbau und Informatik. Gebraucht werden Robotiker vor allem im Maschinen- und Fahrzeugbau, in der Elektro- und in der Raumfahrtindustrie, in der pharmazeutischen und der chemischen Industrie und in Betrieben der Automatisierungstechnik. Ob bei der Entwicklung interaktiver Maschinen oder intelligenter Assistenzsysteme: Die Branche wächst. Roboter werden immer schlauer. Darum sind Robotiker mit großem Fachwissen und innovativen Ideen sehr gefragt.

Was braucht man?

Interessierst du dich für Technik? Tüftelst du gern Lösungen für Probleme aus, vor denen andere kapitulieren? Magst du Mathematik und Physik und kannst dir vorstellen, interdisziplinär und international zu arbeiten? Dann ist Robotik genau das Richtige für dich! Günstig ist auch, wenn du grundsätzlich offen bist für Neues. Denn die Technologie verändert sich in schwindelerregendem Tempo. Und als Robotiker bist du bei dieser spannenden Entwicklung ganz vorn mit dabei!

Infos zu weiteren Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie findest du bei unseren Partnerseiten: ausbildung-me.de und think-ing.de