Big Data

Big Data © IT-Berufe

Was ist das?

Dein Name, dein Geburtsort, dein Wohnort, dein Schulabschluss, deine Noten, deine Ergebnisse beim Hundertmeterlauf – bei all diesen Informationen handelt es sich um Daten.

Im Falle der persönlichen Daten, die nur deine Person betreffen, bleibt die Menge noch relativ überschaubar. Betrachtet man jedoch alle Einwohner Deutschlands, steht man bereits vor einem beachtlichen Datenberg. Diese Menge ist aber nur ein Bruchteil der Daten, die durch die Benutzung des Internets auflaufen. Hinzu kommen beispielsweise Messdaten aus wissenschaftlichen Experimenten oder Verkehrssensordaten. Aber nicht nur im Internet entstehen in wahnsinnigem Tempo Massen an Daten. Durch die Entwicklung der Industrie 4.0 wächst der Daten-Mount Everest mit jeder Sekunde weiter.

Was macht man da?

Unter Industrie 4.0 versteht man die Vernetzung aller an der Produktion beteiligten Anlagen und Bauteile. Sie kommunizieren untereinander und können so effizienter arbeiten.

Industrieanlagen sind mit Sensoren ausgestattet, die alle Vorgänge erfassen und mit anderen Bereichen des Unternehmens durchs Internet verbunden sind. Da ordert eine Maschine in der Automobilindustrie beispielsweise selbstständig neuen Lack, schon bevor die Farbe Rot ausgeht, weil sie selbstständig erkannt hat, dass Kunden gerade verstärkt rote Autos bestellen. Diese digitalisierten Fabriken arbeiten schneller, effizienter und flexibler und können sogar aus Fehlern lernen und sich verbessern. Klar, dass dabei Unmengen von Daten anfallen, die man bewältigen muss.

Kennzeichen von Big Data sind neben der Datenmenge auch die Geschwindigkeit und die Vielfalt der Daten. "Es liegt grundsätzlich ein komplexes System vor, das mithilfe von Auswertung und Analyse der Daten verständlicher wird", erklärt Prof. Dr. Felix Naumann, der am Hasso-Plattner-Institut den Masterstudiengang Data Engineering betreut.

Wer arbeitet dort?

Das Thema Big Data wird die Industrie in den nächsten Jahren beschäftigen, daher sind die Berufe Big Data Scientist und Big Data Engineer sehr gefragt. Als Big Data Scientist legt man den Fokus auf die Analyse der Daten. Daraus leitet man Vorhersagen ab, die die Grundlage für Entscheidungen bilden. Für den Big Data Engineer steht die Frage im Vordergrund, wie man die besten Voraussetzungen für die Analyse der Daten schafft. "Der Big Data Engineer denkt sich zum Beispiel neue Verfahren für die Datenanalyse aus und schafft die technischen Grundlagen dafür", erläutert Felix Naumann. "Big Data Scientist und Big Data Engineer arbeiten eng zusammen, häufig übernimmt auch eine Person beide Funktionen."

Wie kommt man dahin?

Aktuell entstehen neue Studiengänge, die sich mit dem Thema Big Data beschäftigen, aber auch mit einem Informatikstudium kann man sich für diesen Bereich spezialisieren. Wer einen Ausbildungsberuf erlernen möchte und sich für das Thema interessiert, kann bei der Auswahl des Ausbildungsunternehmens die Augen für Big Data offenhalten. Bei einem Industrieunternehmen, das innovativ arbeitet, kommen im IT-Bereich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit diesen Themen in Kontakt. Du kannst auch im Bewerbungsgespräch nach Big Data fragen. Damit zeigst du dein Interesse für aktuelle Entwicklungen und erfährst, ob du mit dem Thema zu tun haben wirst.

Was braucht man?

"Neben der klassischen Modellierung von Problemen und der Programmierung spielt Mathematik eine große Rolle im Studium. Auch an Statistik sollte man Spaß haben“, so Felix Naumann. "Wichtig sind aber auch kommunikative Fähigkeiten und die Bereitschaft, sich mit rechtlichen und ethischen Fragestellungen auseinanderzusetzen.“

Infos zu weiteren Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in der Metall- und Elektroindustrie findest du bei unseren Partnerseiten: ausbildung-me.de und think-ing.de